Direkt zum Inhalt...

Logo MINT-freundliche Schule

Auszeichnung: MINT-freundliche Schule

Hürth, 16. Oktober 2013

Dreiundvierzig neue Schulen aus Nordrhein-Westfalen dürfen sich für das Auszeichnungsjahr 2013 nun für den Zeitraum von drei Jahren »MINT-freundliche Schule« nennen. Heute werden sie für ihre MINT-Schwerpunktsetzung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in Hürth ausgezeichnet.

Thomas Sattelberger, Vorsitzender der Initiative „MINT-Zukunft schaffen“ zur Auszeichnung: »Unsere Schulen sind das A und O vor dem Hintergrund, junge Menschen für berufliche MINT-Perspektiven zu interessieren, ihre Potenziale zu wecken und ihnen ihre Aufstiegschancen aufzuzeigen – unabhängig von Herkunft und Geschlecht. ›MINT Zukunft schaffen‹ setzt daher genau hier an. Wir freuen uns, dass bereits 600 Schulen in Deutschland den "MINT-Weg" aktiv als "MINT-freundliche Schule" gehen.

Die »MINT-freundlichen Schulen« werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen und die Öffentlichkeit durch die Auszeichnung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders gefördert. Bundesweite Partner der Initiative »MINT Zukunft schaffen« zeichnen Schulen aus, die gezielt MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Auszeichnungsprozess.

Die Auszeichnung der Schulen steht zudem unter Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz.

Kurzbeschreibung der Initiative: »MINT Zukunft schaffen« als wirtschaftsnahe Bildungsinitiative will Lernenden und Lehrenden in Schulen und Hochschulen sowie Eltern und Unternehmern die vielfältigen Entwicklungsperspektiven, Zukunftsgestaltungen und Praxisbezüge der MINT-Bildung nahe bringen und eine Multiplikationsplattform für alle bereits erfolgreich arbeitenden MINT-Initiativen in Deutschland sein. »MINT Zukunft schaffen« wirbt für MINT-Studien, MINT-Berufe und MINT-Ausbildungen und will die Öffentlichkeit über die Dringlichkeit des MINT-Engagements informieren. Vor allem aber will »MINT Zukunft schaffen« gemeinsam mit seinen Partnern Begeisterung für MINT wecken und über attraktive Berufsmöglichkeiten und Karrierewege in den MINT-Berufen informieren.


MINT-freundliche Schule (©  FHS Herdecke)

Dazu ein Artikel aus der Westfälischen Rundschau:

Bei Naturwissenschaft und Technik weit vorn

Friedrich-Harkort-Schule als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet. Renovierte Fachräume

Herdecke. Schulleiter Andreas Joksch verwandte mit dem Begriff „Dreiklang“ einen Begriff aus der Musik, um das zu beschreiben, was die Friedrich-Harkort-Schule (FHS) in den technischen Fächern nach vorne bringt. Ein stimmiges Bild, wenn man bedenkt, dass ein Klang auch dazu dient, außen gehört zu werden. „Wir sind als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet worden“, präsentiert Joksch einen Aspekt des Dreiklangs nicht ohne Stolz. Wenn man bedenkt, dass bis 2015 gerade einmal sieben Prozent der deutschen Schulen dieses Siegel tragen sollen, ist das Schulterklopfen erlaubt.

Ins Bild passt der zweite Ton des Dreiklangs: Zwei weitere Fachräume – einer für Physik, einer für Chemie – sind renoviert und die Ausstattung auf Stand gebracht worden. Und nicht zuletzt: Zwei hoffnungsvolle Talente der Schule haben die FHS bei einem Biologie-Wettbewerb dem MINT-Siegel entsprechend würdig vertreten. Sebastian Kröbel (11) und Mattis Leon Emde (12) haben den ersten und zweiten Platz beim Wettbewerb „bio-logisch 2013“ gewonnen. Die beiden Sechstklässler stehen somit als lebender Beweis für die MINT-Freundlichkeit im ganz in Blau gehaltenem Chemie-Raum und erzählen von ihrer erfolgreichen Forschungsarbeit zum Thema „Wasser“. Sie haben die Fließgeschwindigkeit der Ruhr untersucht, die Lebewesen in dem Fluss analysiert und den Uferbewuchs dokumentiert. Preiswürdig, befand die Jury des Landeswettbewerbs und spendete den Jungs als Preis gleich noch mehr wissenschaftliche Weiterbildung. Sie durften an einer viertägigen Schülerakademie teilnehmen.
„Die Teilnahme an Wettbewerben als Förderung einzelner, besonders interessierter Schüler, ist Teil unseres MINT-Programms“, sagt Schulleiter Andreas Joksch. Ob Matheolympiade in der Oberstufe oder Känguru-Wettbewerb – von der fünften Klasse an wird in der Schule zur Teilnahme an den Konkurrenzen animiert.
Wichtiger Baustein bei der Förderung der naturwissenschaftlichen Fähigkeiten der Schüler sind aber nicht nur die Unterrichtsinhalte, auch die Lernumgebung muss stimmen. Und da sieht sich die FHS auf dem richtigen Weg. „Vier von sechs Fachräumen sind auf neuestem Stand“, sagt Andreas Joksch. Flexibel nutzbares Mobiliar, computergestützte Tafeln und motivierende Farben freuen Lehrer und Schüler. „Die alten Hörsäle waren einfach nicht mehr zeitgemäß“, sagt Sabine von Preetzmann, die als MINT-Koordinatorin maßgeblich an der Planung der neuen Räume beteiligt war.

von Susanne Schlenga, Westfälische Rundschau, 08.11.2013


Sieger Alles Fließt (© bio-logisch, Ulrike Hölting)