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Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Die Schülervertretung der FHS engagiert sich

 

Am letzten Tag der diesjährigen Projektwoche war es endlich so weit: Die FHS wurde als "Schule ohne Rassismus" ausgezeichnet. Die Schülervertretung arbeitete bereits eineinhalb Jahre an dem Projekt, welches erstmals vom ehemaligen Schülersprecher Robin Krumnack ins Gespräch gebracht wurde.

Die stellvertretende Schülersprecherin Jasmin Fuhrmann und der ehemalige Schülersprecher Jonathan Packroff dankten allen Beteiligten für die Mühen, die letztendlich zum Erfolg geführt haben.

 

Drei Projekte  der Projektwoche beschäftigten sich mit dem Themenfeld Rassismus, welches schnell zu ähnlichen Inhalten führt. Es geht nicht nur um Hass gegen Fremde, sondern auch um Hass gegen Homosexuelle, Hass gegen andere Religionen und Hass gegen "Anderssein". Die Projekte beleuchteten unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit dem Thema Rassismus auseinanderzusetzen.

 Als Erstes präsentierte die Projektgruppe "Wer bist du? Wer ist Wir?" eine Fotoausstellung, die zeigt, wie offensichtlich oder auch versteckt sich Rassismus darstellt, aber auch, wie ein friedliches Nebeneinander möglich ist. "Jeder kann die Kultur verkörpern, für die er stehen möchte" so eine Projektteilnehmerin.

Der Bereich der Gesellschaftswissenschaften präsentierte sich mit dem Projekt "#Rassismus?? #Dagegen!!". Fünf Schüler der fünften Klasse führten ein Rollenspiel auf, welches für den ein oder anderen vielleicht lustig erschien. Doch es zeigte eine für viele Migranten alltägliche Ausgrenzung, die durch Vorurteile gestützt wird: "Ihr Ausländer klaut uns doch nur den Job" oder "Ausländer stören" war zu hören. Letztendlich trat ein Schlichter auf, der dem Publikum vor Augen führte, wie einfach man durch argumentieren Courage zeigt und sich Rassismus entgegenstellt.

Ein Schüler der achten Klasse trug ein Gedicht vor, in welchem er die Gedanken eines Flüchtlings darstellt. "Ich will doch hier nur friedlich leben", mit dieser Idee kommen die meisten der Flüchtlinge nach Deutschland, doch die meisten Bürger "haben keine Ahnung von seiner Not".

Als letzes Projekt präsentierte sich das Musikprojekt "SOR-SMusiC" mit einem selbstgeschriebenen Song. "Öffne deine Augen" erzählt von Personen, die sich, durch Rassismus und Hass eingeschüchtert, verstellen und ihr wahres Ich verstecken müssen. Die zehnköpfige Band bekam, wie die anderen, großen Applaus.

 

Abschließend betrat Julia Kilian, eine ehemalige Referendarin der FHS, als Projektbotschafterin die Bühne und dankte allen Beteiligten für ihr Engagement, mahnte aber auch, sich "nicht von Parolen leiten zu lassen"

Mit der Übergabe der Urkunde und des Schildes ist die FHS nun auch offiziell eine "Schule ohne Rassismus".